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Thiemo hat sich zur Aufgabe gemacht, euch sein CD-Regal vorzustellen. Hier bekommt jeder sein Fett weg, egal ob stockalt oder brandaktuell! Stay tuned und kommt öfter mal vorbei! Bei Fragen, einfach schreiben: thiemo@punkzine.org |
Fuck you, it’s Deutschpunk. So ungefähr ist die Grundstimmung dieses Unfassbare guten Stücks Deutschpunkmusikgeschichte. Nicht jeder hat es mal gehört, aber das Cover von „zu spät“ hat jeder, der sich im Deutschpunk tummelt mal gesehen. Im typischen 80er Sound kommen 13 Lieder mit 28 Minuten daher und blasen einem nur so die Aggressivität und Widerstand gegen Staat und Gesellschaft um die Ohren. Die lispelnde Stimme von Thommy macht das ganze sogar, trotz böser Texte wirklich lustig. Diese Scheibe darf wirklich in keiner guten Punkplattensammlung fehlen. Trotz oftmals stampfenden 1-2-3-4 Rythmen kommen gute Gitarrenriffs zum Einsatz und die Texte sind gut. Rauer Deutschpunk aus Bonn, hinter dem sich viele aktuelle Bands auf Schlachtrufe Vol. 425765 durchaus verstecken können. Absolute Top-Dauerbrenner dieser Scheibe sind: Staatsfeind, Bonn-Duell, Kosmetikkind und Zu Spät. |
Ein tolles Stück deutscher Hardcorepunk Geschichte. Diese Band aus den späten Siebzigern sind für mich eine der besten HC-Punk Bands die jemals gespielt haben. Schnelle Tempowechsel, tolle Melodien, Gesang der die Hoffnungslosigkeit der Zeit von atomarer Bedrohung nach dem Vorkriegsjugendsänger am ehesten dem Hörer zeigt und tolle Gitarrenarbeit machen diese Debut-LP zu einem Meisterwerk. Während heutige Bands oft nur noch auf dicke Produktionen und gedämpfte tiefe Gitarren zurückgreifen, bringt diese CD dem geneigten Hörer bei, was wirklich schneller Hardcorepunk ist. Die Texte sind oft dunkel und erschütternd, es geht um Untergang. Und selbst ein vermeintliches Liebeslied, ist mit traurigen Melodien hinterlegt. Wer frühe ChaosZ und Tarnfarbe mag, sollte hier sich unbedingt noch diese Platte besorgen oder zumindest die Weird-Systems Neuauflage. Absolute Empfehlungen sind: Blutige Gesichter, Was für ein Stern, Eckensteher. |
Nach dem Debut „Bis zum bitteren Ende“ folgte die nun auch teils mit englischen Texten gespickte Platte „Angst“. Nahtlos knüpft man hier an den Sound und die Vielfalt der Vorgängerplatte an. Einige Songs haben hier nun deutlich mehr Mitsingcharakter, es ist ein Genuss diese Platte zu hören und sollte wie das Debut in keiner Plattensammlung fehlen. Auch hier gibt es wieder eine grobe Mischung aus Untergangssounds und Politik, Angst und Liebe. Für mich stellt diese Band eine der besten deutschen HC-Punk Bands da, deren Sound sicher von Bands wie Lurkers beeinflusst wurden. Meine absolute Empfehlung von dieser Platte sind „Man in the Box“, „I saw you die“, „Hass“ und „Wir wollen leben“. |
Dieses Mal eine Hardcoreband aus Deutschland aus neueren Zeiten. Diese Band aus Coburg prügelt einem mit fetten Sounds gute, meist englische Texte mit harten Riffs in die Denkanstalt. Der Sound ist von amerikanischem Hardcore beeinflusst und ballert unablässig mit fortwährender Geschwindigkeit. Trotz gröhlens, niemals undeutlich und zu keiner Zeit langweilig gibt sich diese Platte die Ehre, Alles und jeden zu kritisieren, Zustände anzuprangern und Wut und Hass in Musik zu verwandeln. Wer neuere Bands aus dem Hardcore und Crustbereich mag, wird diese Band sicher kennen, denn nicht zuletzt auch auf Schlachtrufe Samplern ist diese Band vertreten. Auch heute noch ist diese Band Touraktiv und sehr zu Empfehlen. Auf dem Force Attack 2009 jedenfalls, auf dem auch viele der auf dieser Scheibe erschienen Liedern gespielt wurden, gingen diese gut ab. Gutes einspielen von Filmzitaten passend zum Gesamtgefühl der Platte ergänzen die Lieder teils und leiten diese wunderbar ein. Wer old-School Hardcore mag, die härtere Gangart mag und wer auf Spaß- und Sauflieder auch gern verzichten kann, sollte unbedingt in diese Platte hören. In jedem Fall in die Lieder: „See you die“, „Rufmord“ und „Es herrscht Krieg“. |
Eine tolle Oi!-Punkband der ehemaligen DDR mit Ihrer ersten Veröffentlichung. Hier wird frei von der Seele weg gegen NVA, Bundeswehr und Verdummungs-TV gespielt aber auch Schicksal beschreibende Songs gebracht. Der Instrumente sind gut beherrscht und die vielen guten Gitarren Riffs und Schlagzeugarbeit geben den Texten eine gute Basis. Mit einer bereits zu dem Zeitpunkt erschienenen Nummer „Germania“ kann sich diese deutsche Oi!-Band gegen jeden Grauzonen Verdacht erheben. Diese Scheibe gehört für mich ebenfalls in einen gut sortierten Plattenhaushalt und mit zu den besten Veröffentlichungen der 90er Jahre. Die vermeintlich lustigen Songs sind nicht so gut geworden, was aber aufgrund der überwiegend guten Songs kaum auffällt. Die teils plakativen Texte werden durch viele andere gute und durchaus persönlichen Texte nahezu versteckt so dass das Gesamtkunstwerk gefällt. Freunde von Streetpunk und Oi-Punk sollten diese Band definitiv anhören. Die danach erschienen Scheiben sind durchaus ebenfalls zu empfehlen, wenn leider an weniger guten Liedern zunehmen. Diese CD wird jedenfalls nie Langweilig. Nach mittlerweile einer Reunion mit zwei „alt-Mitgliedern“ gehen die wieder auf Tour und spielen die alten Stücke. Ein tolle und lohnende Sache. PFLICHTPROGRAMM SIND: „Selbstmord“, „Germania“ und „Klaus“. |
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Von Thiemo Na kennt die noch wer? Liebe Irokesen und Stachelschweine: DAS IST PUNK!!! 70er, Düsseldorf, Ratinger Hof. Nicht mehr zu vergleichen mit heutigen Bands, weder von der Art, noch von der Produktion, dass ist Punk in seiner frühsten Form. Für mich ein gutes und viel zu wenig gewürdigtes Stück deutscher Musikgeschichte. Freunde des alten 70er und frühen 80er Punk dürften an dieser Scheibe ihre wahre Freude haben. Noch nicht politisch orientiert, noch keine Hass-Triaden und keine Sauflieder. Die authentische Beschreibung eines Lebensgefühls, die pure Provokation gegenüber der dato bekannten und poppigen Musikszene und noch das vermittelte Gefühl einer Szene und nicht, wie heute, zig verschiedener und sich gegenseitig verurteilenden Subszenen. Absoluter Favorit: Innenstadtfront!!! Dieses Lied Live für einen LKW voll Bier. |
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Von Thiemo Zugegeben, eine Platte die sich nicht sonderlich mit meinem Musikgeschmack deckt. Ich würde es vielleicht irgendwo zwischen Hardrock mit Metaleinflüssen und „Skatepunk-mit-Stil“ einordnen. Zu viele Subgenres verderben doch nur den Spaß an Musik. Aber als ich zuletzt in Münster diese Band live gesehen habe, war ich doch schwer überrascht. Diese Band hat Spaß an der Musik und das transportieren sie auf die Zuschauer. Mit 3 Leuten machen Sie super Musik und knallen einem die Songs um die Ohren, an denen andere Combos mit mehr Möglichkeiten lange feilen müssten. Die 12 Songs der Scheibe sind eigentlich die beste Ergänzung zu entspannenden Grill- und Feierabenden am See. Die Texte, die bestimmt wohl überlegt sind, treten gegenüber der Musik aber vollkommen in den Hintergrund. Sicherlich auch was für den einen oder anderen Skatepunkfreund von euch. Klar ist, die Band bringt Tempo, Spaß und Lärm. Also alles was wir wollen, oder? Favoriten sind hier auf jeden Fall: Life’s a Bitch und Sweet Lorraine. |

