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United Voices 2009
Am Samstag ging es für "Pöbel und Gesocks" nach Hamburg und meine Reise begann in Köln. Es ging über Wuppertal Richtung Bottrop. Angekommen wartete man auf den Rest der Reisenden Musikanten. Der BandVan kam und wir bewunderten die neuen Heckscheibenaufkleber. Nun weiß wirklich jeder wer den Weg auf der Autobahn blockiert! Schön! Das rief umgehend nach einem Frühstücksbierchen und dies sollte nicht das letzte sein.
Die Hinfahrt war ohne weitere Vorkommnisse und so erreichten wir Hamburg kurz nach 15 Uhr. Unser Sven freute sich bereits riesig auf das doch so spannende Straßennetz der Hafen- und Hurenstadt. Nach einigen Kurven, Ampeln, hupenden Autos und wieder einem Bierchen erreichten wir das erste Ziel, das Hotel! Es wurde eingecheckt, gekackt, frisch gemacht und das Bierchen geschnappt. Auf Richtung Reeperbahn. Am Tage ist diese ziemlich trist und wirkt trostlos. Eigentlich kein schöner Anblick, wenn man bedenkt, dass hier Touristen in Scharen durchziehen sollen bzw. wollen. Wir drehten unsere kurze Runde. Aus dem Hotel raus, Richtung Osten, am tv-bekannten (Penner) Penny Markt, weiter Richtung Davidwache und dann Straßenseite gewechselt und wieder gen Westen Richtung Beatles Platz, vorbei an Tanzlokalen, Bordellen und diversen Einkaufs-möglichkeiten. Dann der traditionelle Halt für den ein oder anderen beim Hesburger. Lecker Pommes und Burger und auf ging es zur Markthalle.
Nach einer kleinen aber feinen Ehrenrunde erreichten wir Hamburgs Markthalle, in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegen. Die unspektakuläre Reise vom Parkplatz zum Backstage mit all unseren sieben Sachen belohnte man trotzdem mit einem Bierchen und die Jungs von OHL waren auch sehr ausschankfreudig! Auf der Bühne standen derzeit "Schloidergang" und unsereins zog Richtung Merchandise. Es wurde viel gelacht, getanzt, gesungen und gesoffen und nun zu meinen noch vorhandenen Erinnerungen.
Ich zog das ein oder andere Mal durch die Halle und traf einige bekannte Gesichter, wir tranken Bier, lauschten der Musik und ich fing wieder mal an zu rauchen. Man man man ... So ist das halt auf einem schicken Festival ... Auf der Bühne bereiteten sich dann irgendwann die Mädels der Band "Civet" vor. Ich persönlich kannte weder die Band noch deren Musik und so nahm ich mir ein Bierchen und einige viele Minuten Zeit. Und was ich hörte war einfach nur geil! Was ich sah sowieso! Die vier Mädels aus Los Angeles musizieren auf Hellcats Records, welches u.a. Dropkick Murphys, The Creepshow und Rancid beherbergt. Live erinnerten sie schon ziemlich an Girlsschool (sofern nicht bekannt googlen) und die Platte geht in Richtung Distillers. Und trotzdem ist es doch ziemlich eigen! Mich überzeugte auch die Bassistin der jungen Combo, die keine stupiden Basslines spielte sondern alles was nur ging aus dem Instrument rausholte. Wenigstens das beherrschte sie und machte ihr an diesem scheinbar Abend Spaß!
Bleiben wir kurz noch bei Civet, denn ich mag ja, wie der ein oder andere weiß, rockende Mädels. Ich hatte länger das Vergnügen mich mit Jaqui Valentine (Bass) zu unterhalten, während Roxie (Drums) mit der angeblich vorhandenen Schweingrippe kämpfte, Liza (Gui/Vox) über ihren Street Dog herfiel und Suzi (Gui) irgendwo Backstage am einnicken war. Die Mädels tourten bereits im Sommer 2009 in Deutschland umher. Sie bereisten Stuttgart, Nürnberg und Dresden. Für diesen Herbst wollten sie nochmal eine Europatour tätigen, was dank der Band Street Dogs auch gelang. Denn beide Bands sind nun zusammen unterwegs und beehrten in Deutschland Hannover (22/10), Leipzig (23/10), Hamburg (24/10), Stuttgart (25/10) und Köln (27/10). Leider gab es keine CDs am Merchandise, da diese binnen weniger Tage der Tour komplett ausverkauft waren, also der KonzertVorat! Ich hätte gerne eine gekauft! Die derzeitige Platte Hell hath no Fury gibts bei jedem guten Händler! Trotz dem die Mädels wissen wie man die Bühne rockt und Musik macht, merkte man das es immernoch Amis waren, Mädels die einen Status in ihrer Heimat haben durch Musik. Und wie wir wissen gibt es in Amerika für Mädels ganze drei Kategorien Cheerleader, It-Girls und Musicians. Und wenn du keines der genannten bist, dann steht auf deiner Stirn Looser. Jaqui wirkte nun wie eine dieser wenig punkrockigen Musiker, mehr so Tusse. Während die Bands des Festivals nicht nur Backstage wieder mal die Sau raus ließen, wetterte die Kirsche über deren Feiermethode. Ich brauche keinem erklären wie man bei uns im Lande feiert, wie man solche Events nutzt um Spaß zu haben, sich kennenzulernen und die kurze aber geile Zeit zu genießt! Stattdessen führte sie mir ihr iPhone vor. Gehts noch? Sie stand am Merchandise und erhaben dem Publikum gegenüber las sie irgendein Hexenbuch auf ihrem Telefon. Wie das klingt. Leider hab ich das komplette Interview, was gut eine Stunde ging neben Autogrammen und Verkäufen, nicht aufgezeichnet, wofür ich mich in den Arsch beiße, denn es wäre lustig, interessant und auch lächlerlich gewesen. Das nächste Mal weiß ich bescheid, es besser, denn der Suff hilft nicht die Gedanken beisammen zu halten! Später hatte ich dann auch noch das Vergnügen mit Suzi, welche mir ihre Anekdoten zur High-School, Band und zum Leben in Los Angeles mitteilte. Leider wieder ohne Aufnahmegerät. Schade! Denn ich hätte euch gerne reinhören lassen! (Wäre ich mal so professionell wie dieser Nolti!)
Nach dem Gespräch mit Jaqui, zog es micht direkt hinter die Kulissen, denn ein wenig knurrte der Magen und während ich mich dann auch zu Stulle und Bier durchkämpfte stand Street Dogs auf der Bühne. Ich persönlich komm da nicht wirklich ran. Die Band existiert seit 2002 und wurde von Mike McColgan gegründet. Dieser Mann gehörte bis 1998 zur FolkPunkBand Dropkick Murphys. 2003 gab es dann das Debut namens Savin Hill und mittlerweile sind sie ein fester Bestandteil des amerikanischen Punkrocks. Aber wie gesagt, kein Bestandteil meines CD-Regals.
Im hinteren Teil der Halle kam ein Herr auf mich zu, welcher direkt meine Kutte als Gesprächsthema wählte. Es war Rocky Kotelett, der neue Bassist von Projekt Kotelett. Ich für meinen Teil habe das Album Griechenland hier irgendwo stehen und finde dieses Debut der Hamburger Band grandios, aber ich wusste nicht das die Band noch tourt, wahrscheinlich wegen mangelndem Interesse! Tatsächlich sind die Jungs gerade mit ihrem neuen Album beschätigt was Anfang 2010 auf den Markt kommen soll. Zudem folgt ein Beitrag auf dem chartbuster N° 6 mit der instrumentalten Coverversion zu Axel F. Ich bin gespannt!
Mit dem Zug reisten an diesem Abend die Jungs der Band Lokalmatadore an. Wie immer auf den letzten Drücker und gut angeheitert! Ob sie ein Zeichen bezüglich des Klimwandels setzen wollten oder die Bandkasse für die sonst so luxeriöse Anreise nicht gefüllt war bleibt im Raum stehen, denn was zählte war der Gig und der war spitzenklasse! Auch Willi Wucher durfte hier wieder die Bühne betreten und einige Lieder mitsingen. Mit seinen alten Bandkollegen trinkt man halt doch noch ab und an gern ein Bierchen. So wurde das Festival mit den Lokalmatadoren beendet. Irgendwo zwischen Viva Lokalmatador und PimmelMannFotzeArsch wurden die letzten Bierchen getilgt.
Es war wieder mal ein schniekes Festival und der Dank geht hier an Nico (Beer and Music) und unseren Personal Assistent sowie Stagemanager Dennis. Auf bald wieder!
Für die Ruhrpotter Jungs ging es Richtung Hotel. Instrumente abgeladen, durch den Regen zur CurrywurstBude und dann Richtung Kneipen. Eigentlich stand die Tankstelle auf dem Plan für die Aftershowparty. Allerdings handelt es sich hierbei um eine HSV-Kneipe und das ist nicht gerade gesund wenn man Schlake-Fans, Duisburg-Fans und St. Pauli-Fans um sich hat. Vom Regen durchnässt und mit meinem erst vor wenigen Wochen operierten Knie verabschiedete ich mich gegen zwei Uhr ins Bett!
Die Band zog weiter Richtung Cobra, eine Kneipe nahe der Reeperbahn. Dort trafen Timo und Trevor auf den Sänger der Skatoons, feierten und tranken. Willi, Sven und Chris vertilgten in der Ritze bis morgens um sieben das ein oder andere 5 Euro Bier!
Sonntag früh um neun genoss ich mein Frühstückchen, ein Astra an der Bar und ein Teechen auf der Reeperbahn. Die Rückfahrt war auch ohne nennenswerte Vorkommnisse und somit endete ein weiteres Wochenende im Jahre 2009!
Weitere Stories der Nacht werden euch die anderen Jungs mitteilen. Vor allem wird der Chris noch ein Resume vom Pöbel-Konzert schreiben, denn ich weiß wie immer nichts davon und war nicht dabei ;)
Cheers!
Pimmelchen |