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Bevor ich Euch mit den langweiligen und zähen Geschichten meines Konzertalltages quäle möchte ich Euch die Band des Abends vorstellen: Rantanplan! Vor 15 Jahren aus einer Hardcoreband mit dem Namen „Bandog“ heraus entstanden, trieft der Name „Rantanplan“ nur vor Sarkasmus, hält man sich Lucky Lukes dummen Hund vor Augen und bedenkt, dass damals alle Hardcorebands irgendwelche Arten von Kampfhunden als Name für ihre Band wählten. Seit ihrem ersten Album 1996 („Kein Schulterkloppen (gegen den Trend)“) hat die Band sechs weitere Alben, sowie mehrere andere Werke, veröffentlicht und das nächste Album soll auch schon im Herbst erscheinen, passend zur nächsten Tour. Torben Meissner, Sänger und Gitarrist der Band, ist das letzte übrig gebliebene Gründungsmitglied. Die meisten Mitglieder der Band sind erst seit 2009 mit an Bord. www.rantanplan-sucks.de Nun zum Tag selber: Nach einem wunderbaren Nachmittag an einem Baggersee in Duisburg planten wir den Bus um 18:48 Uhr zu nehmen um den 50 Minuten später folgenden Zug vom Duisburger Hauptbahnhof nach Bochum-Langendreer zu erwischen und Punkt 20 Uhr am Zwischenfall anzukommen. Nunja, der Bus hatte Verspätung, wir sind mit dem nächsten Zug eine Station zu spät ausgestiegen und so kamen wir dann leicht verspätet um 21:45 Uhr am Zwischenfall an, hatten allerdings komplett Bochum-Langendreer, auch mit Schaufensterscheiben, gesehen. Das Zwischenfall selber ist ein ziemlich cooler Laden über zwei Etagen. Unten befinden sich ein Barbereich und die Sanitäranlagen, oben ist der Konzertraum mit noch einer zusätzlichen Theke. Nachdem wir nun die Vorband verpasst hatten, aber bei unserem Glück wenige Minuten vor dem Auftritt Rantanplans angekommen waren fanden wir noch genug Zeit uns vor dem Auftritt ein Bierchen zu bestellen. Das günstigste Bier war ein Astra für 2 Euro aus der Flasche, meiner Meinung nach nicht günstig, aber auf jeden Fall angemessen. Das Konzert selber war mittelprächtig besucht. Schätzungsweise 150 Besucher, aber schätzen konnte ich noch nie gut. Der Sound war akzeptabel, wenn man sich vor Augen hält, dass Ska-Bands immer sehr schwer zu mischen sind. Die Texte konnte man ohne Vorwissen nicht verstehen und zumindest ich hatte am nächsten Tag noch ein Pfeifen im Ohr. Die Band selber hat einen wirklich guten Auftritt hingelegt und von Beginn bis zum Schluß Vollgas gegeben. 11 Euro im Vorverkauf, 14 Euro an der Abendkasse ist nicht der günstigste Eintrittspreis, aber eine Vorband und ca. 25 (!!) von Rantanplan gespielte Lieder lassen so einen Abend dann doch zu etwas besonderem werden (Set-List am Ende). Die fünf Musiker haben auf jeden Fall einen astreinen Auftritt hingelegt und auch mit kleinen Verspielern oder Problemen auf dem Monitor wurde unauffällig und souverän umgegangen. Das Publikum war von Anfang an mit guter Stimmung dabei und integrative Maßnahmen der Band, wie die Übernahme des Tambourins durch einen Konzertbesucher mit Solo, wurden gut aufgenommen und steigerten nur die Tanzlust. Die Konzertbesucher selber waren auf keinen Fall die Besucher, welche man auf einem Punk-Konzert erwartet, sondern (zumindest optisch) eher den Studenten und Schülern zuzuordnen. Nach dem Konzert war es mir noch möglich ein paar Worte mit Sänger, bzw. Gitarrist, Torben Meissner, und dem Bassisten von Rantanplan, Rafael de Leon-Marcuse, zu wechseln. Rafael ist erst seit 2009 in der Band, beschreibt aber die Aufnahme in die Band von Seiten der anderen Musiker und Fans als super. Das wundert aber nicht, wenn man bedenkt, dass er schon vorher als Gast-, bzw. Aushilfsmusiker mit der Band Konzerte gespielt hat. Auf die Frage ob sie lieber auf Festivals spielen, oder dann doch lieber im Club ein Publikum bedienen, welches extra für sie gekommen ist antworten beide gleich: „ Die Größe ist nicht entscheident. Es kommt immer auf das Konzert oder das Festival an. Ein guter Clubgig, bei dem das Publikum richtig abgeht ist besser als ein großes Festival, bei dem man keine Sau interessiert“. Torben Meissner, als letztes übrig gebliebes Mitglied der „Ur-Besetzung“ fragte ich noch, ob er nach 15 Jahren Bühnenerfahrung immer noch genauso gern auf die Bühnen geht: „Ich brauche das. Ich brauche den ganzen Stress mit den Konzerten und vor allen Dingen die Konzerte selber. Irgendwie helfen mir die Konzerte gegen meine Agressionen. Wenn ich länger als 3 Monate kein Konzert gespielt habe bekomme ich Aggros!“ Auf die abschließende Frage, ob er meint mit seiner Musik noch die wirkliche Punk-Szene anzusprechen grinste er nur und antwortete; „Du bist doch auch da!“. Und so ging es im Anschluss nach einem schönen Konzert zurück nach Duisburg und auch die Streckensperre zwischen Essen und Mülheim (auf Grund eines Polizeieinsatzes) mit einstündiger Wartezeit konnten uns die Stimmung nicht vermiesen. (Siehe letztes Foto) DANK AN |
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